Salzburger Wissenschafts- und Innovationstreff in Wien: Leistungsschau im Haus der Industrie

In Forschung und Entwicklung eine Spitzenposition einzunehmen: das ist die Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Am 14. März präsentierte sich das Land Salzburg gemeinsam mit dem ITG-Innovationsservice für Salzburg, der Industriellenvereinigung und der Salzburger Hochschulkonferenz als Innovations- und Wissenschaftsstandort – erstmals in gebündelter Kraft in der Bundeshauptstadt.

Der FTI-Standort Salzburg präsentierte sich erstmals in Wien: Moderator Manfred Perterer (SN), Landesrätin Andrea Klambauer, Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Im Haus der Industrie kamen Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung von Bundes- und Landesebene zusammen. Das gute Zusammenwirken der Akteure ermöglicht eine rasche Handlungsfähigkeit, etwa im Hinblick auf neue Ausbildungsangebote für den Fachkräftenachwuchs, Forschungsschwerpunkte für die Wirtschaft und ein gemeinsames Startup-Programm.

Salzburger Leistungsschau
„Die Salzburger Leistungsschau demonstriert, wie der Brückenschlag zwischen Wirtschaft und Wissenschaft optimal funktioniert: Kooperationen schaffen Lernprozesse, die Innovationen hervorbringen. Ein kontinuierlicher Wissenstransfer ist die Basis für einen starken FTI-Standort. Unsere Salzburger Industrieunternehmen sind wesentliche Player im Gesamtgefüge“, so Peter Unterkofler, Präsident der Industriellenvereinigung Salzburg. Einen Meilenstein setzte die Salzburger Landesregierung bereits im Jahr 2016 mit der Wissenschafts- und Innovationsstrategie Salzburg 2025 (WISS). Das Programm verfolgt das Ziel, unser Bundesland als modernen Wirtschafts-, Innovations- und Forschungsstandort weiterzuentwickeln und international als solchen zu positionieren. Im Zuge der WISS wurden bzw. werden seither 62 Projekte umgesetzt, die in Salzburg Investitionen von rund EUR 27,4 Mio. ausgelöst haben. 12,3 Mio. Euro Förderungen stellte das Land Salzburg seither bereit. Damit konnten in der Forschung etwa 150 Vollzeitstellen pro Jahr geschaffen werden. Fünf Schwerpunkte wurden im Rahmen der WISS definiert: Life Sciences, Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) / Digitalisierung und intelligente Materialien, alpines Bauen mit einer starken Holzkompetenz, sowie Kreativwirtschaft und Dienstleistungsinnovationen. „In diesen Bereichen können wir unsere ‚Stärken stärken‘ und auf sehr guten Kompetenzen aufbauen, uns spezialisieren und vor allem die Wissensverwertung in der Region, die Umsetzung von Wissen in regionale Wertschöpfung und Know-how aus der Forschung und Bildung für die Salzburger Unternehmen ausbauen“, sagte Landeshauptmann Wilfried Haslauer beim Salzburger Wissens- und Innovationstreff.

Moderner Forschungsstandort Salzburg
Landesrätin Andrea Klambauer betonte die Weiterentwicklung des Landes Salzburg als Forschungsstandort und setzt mit einer konsequenten Zielorientierung auf die Umsetzung der Schwerpunktmaßnahmen: „Wissenschaft und Unternehmen schaffen Hand in Hand Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung für das Land. Eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Wirtschafts- und Wissenschaftsressort ist das Gebot der Stunde, um Salzburg als modernen Forschungsstandort weiterzuentwickeln und unseren Nachwuchs zielgerichtet zu unterstützen,“ so die Landesrätin. Die Projektentwicklung und -betreuung im Rahmen der WISS wird vom ITG – Innovationsservice für Salzburg unterstützt und durchgeführt. „Gerade an einem kleinen Standort wie Salzburg ist die Zusammenarbeit von enormer Bedeutung. So gelingt es uns, herausragende Leistungen zu erbringen und mit ihnen auch über die Grenzen hinaus sichtbar zu werden“, sagte Walter Haas, Geschäftsführer des ITG – Innovationsservice für Salzburg. Für die Salzburger Akteure ist es wichtig, gerade in Wien ihre Kompetenzen zu demonstrieren. Die Präsentation vieler Vorzeigeprojekte hat einmal mehr gezeigt, dass die Salzburger bestens gerüstet ins Rennen gehen, wenn es um Mittel aus den großen Fördertöpfen geht“, so Irene Schulte, Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung Salzburg. Neben der Diskussion gemeinsamer Ziele und konkreter Maßnahmen bot der Salzburger Wissenschafts- und Innovationstreff eine Plattform für die Präsentation von Salzburger Vorzeigeprojekten.

Mit Sensortechnologie zu intelligenter Sportausrüstung
Mit „Digital Motion“ ist ein COMET-Projekt der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) in Salzburg angesiedelt. Die Projektpartner Salzburg Research Forschungsgesellschaft, Universität Salzburg und namhafte Unternehmen wie Atomic, adidas und Red Bull Media House entwickeln smarte Lauf- und Skiausrüstung. Mittels Sensortechnologie können Sportler ihre Performance messen. „Connected Skiing“ ermöglicht den Datentrasfer vom Sportgerät zum mobilen Endgerät. Mit Atomic wurde etwa der digitale Schischuh „Hawx Ultra Connected“ entwickelt, der Auskunft über Balance, Druck und Kantenführung gibt.

Data Science: Modellcharakter in Salzburg
Mit einem neuen dreistufigen Nachwuchsaufbauprogramm kooperieren bereits 20 Unternehmen mit dem Studiengang Data Science der Universität Salzburg; darunter Porsche Informatik. Masterarbeiten und Dissertationen bringen dem Unternehmen und der Universität Salzburg eine Win-Win-Situation. Der Bereich Data Science hat in Salzburg Modellcharakter: Hier wurde österreichweit das erste Data Science Studium geschaffen und eine vom Land Salzburg unterstützte Forschungsprofessur aufgebaut. Ein zusätzliches Forschungscenter soll das Angebot künftig bereichern.

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