Salzburger Industrie bedauert Streichung Flug Wien-Salzburg

Verbindung in die Welt fehlt – Rückschritt für den Standort Salzburg

Das präsentierte AUA-Rettungspaket der Bundesregierung sieht die Salzburger Industrie nicht nur positiv. „Auch, wenn die angekündigte Rettung und der Verbleib der Austrian Airlines in Österreich grundsätzlich als gelungen bewertet werden kann, so bringt das vorgestellte Modell für den Standort Salzburg einen Verlust“, so Dr. Peter Unterkofler, Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Salzburg, zu den gestern von der Bundesregierung präsentierten Vorhaben die AUA in den kommenden Jahren mit Millionenhilfen zu unterstützen.

Österreichs größter Regionalflughafen Salzburg soll nun nicht mehr von der Lufthansatochter Austrian angeflogen werden, so eine der Auflagen. „Die Verbindung Salzburg-Wien ist nicht national zu sehen, sondern als Verbindung Salzburgs in die Welt, die nun ersatzlos gestrichen wird“, zeigt sich Unterkofler wenig erfreut. Jede Flugverbindung weniger sei ein Rückschlag für den Wirtschafts- und Innovationsstandort, was sich in Post-Corona-Zeiten auch auf das Comeback des Landes auswirken wird. Aus ökologischer Sicht ist das Substituieren von kürzeren Flügen durch Bahnverbindung zwar durchaus sinnvoll, aber das braucht eine längerfristige Vorbereitung in die dafür notwendige Infrastruktur z.B. am Bahnhof. Dies kann nicht von heute auf morgen umgesetzt werden. Ausreichende Park- und Check-In-Möglichkeiten direkt vor Fahrtantritt in Salzburg sind dafür genauso essentiell, wie gut getaktete Zubringer zum Flughafen Wien. Die dafür notwendigen Investitionen müssen zusätzlich zum staatlichen AUA-Hilfspaket bereitgestellt werden.

Viele Leitbetriebe in Salzburg vertrauen täglich auf funktionierende internationale Flugverbindungen, und sind nun auf Drehkreuze in München, Frankfurt oder Zürich angewiesen. „Die kurzfristige Streichung der Flugverbindung Salzburg-Wien ist hier das falsche Signal“, so Unterkofler abschließend.

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