Impfstoff gegen COVID-19: „Nicht als Prophet, sondern auf Basis von Daten Antworten geben“

Spitzenforscher sieht Licht am Ende des Tunnels: Die Videokonferenz der IV-Westachse mit Professor Christoph H Huber, Mitbegründer von BionTech, war von besonderem Interesse.

Professor Christoph H Huber ist Mitbegründer, Aufsichtsrat und Ratgeber von BioNTech, dem Unternehmen das gemeinsam mit dem Pharmariesen Pfizer weltweit als erstes die Zulassung eines Impfstoffes gegen COVID 19 beantragt hat. Er zeigte sich in einer Videokonferenz mit Industrievertretern aus Salzburg, Tirol und Vorarlberg davon überzeugt, dass gegen COVID-19 erfolgreich geimpft werden kann und rechnet für die von BioNTech entwickelte mRNA-Impfung- auf Grund der erfolgreichen Tests- sehr bald mit den ersten Zulassungen. Huber: „Alle die sagen, gegen COVID kann man nicht impfen, haben es nicht versucht.“

Vorteile von mRNA Impfstoffen

Erstmals in der Geschichte der Medizin werden durch die neue Art der Impfung Patienten in die Lage versetzt, ihre eigenen Impfstoffe zu produzieren. Die Methode ist damit eine Anwendung der personalisierten Medizin. Huber: „Kein Mensch ist gleich, wie der andere.“ RNA wird nicht in DNA integriert und braucht keine Impfverstärker (Adjuvantien). mRNA-basierte Medikamente werden, nach Aussage von Christoph Huber, Eiweiß-basierte Pharmaka wie Impfstoffe, Antikörper, Wachstumsfaktoren und viele andere Wirkstoffe zunehmend verdrängen.

Enorme Umsetzungsgeschwindigkeit

Die neue Dimension der Entwicklung von Impfstoffen ist beeindruckend: Innerhalb von nur neun Monaten ist der Nachweis von Wirksamkeit und Nebenwirkungsarmut gelungen. Wie das für ein relativ kleines Unternehmen möglich war, erklärt Huber so: „Nur die kleinen und mittleren Unternehmen können Innovation schnell umsetzen.“ Allein in der Phase 3 hatte die Studie 43.538 Teilnehmer. Huber zum derzeitigen Stand der Entwicklung: „Jetzt geht es darum, die Welt zu schützen, nicht um das Optimum, sondern um Wirksamkeit und Sicherheit.“ Der globale Wettbewerb und unterschiedliche Impf-Ansätze bei der Entwicklung von Covid-19 Vakzinen (Impfstoffe) laufe auf Hochdruck. Trotzdem ist COVID-19 ein herausragendes Beispiel der internationalen Zusammenarbeit. Laut Huber teilen in der westlichen Welt alle Forscher ihre Erkenntnisse.

 

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