Konjunktur: Optimistischer Verlauf im zweiten Quartal 2018

IV-Salzburg-Präsident Peter Unterkofler: Regionale Leitbetriebe, familiengeführte Unternehmen und internationale Konzernniederlassungen sichern mit einem Anteil von annähernd einem Viertel an der gesamten Bruttowertschöpfung unzählige Arbeitsplätze in unserem Bundesland. Der Bedarf an Fachkräften bleibt unverändert hoch.

Präsident Unterkofler fordert zukunftsorientierte Infrastruktur und Erhaltung von Industriearealen

Damit unsere Salzburger Industrieunternehmen weiterhin eine Sogwirkung für Innovationen und Investitionen entfalten, sind einerseits in der überörtlichen Raumplanung Industrieareale zu erhalten, andererseits innovative sowie zukunftsorientierte Infrastrukturen auf- und auszubauen. So kann sich der Standort Salzburg weiterhin stabil entwickeln.

Stimmungshoch hält an
Das Stimmungshoch des vergangenen Jahres hat sich im zweiten Quartal 2018 stabil gehalten. So geben weiterhin über 70 Prozent der befragten Unternehmen an, aktuell eine gute Geschäftslage zu haben. Die Aussicht auf die Geschäftslage im nächsten Halbjahr wird aktuell von 84 Prozent der befragten Unternehmen als gleichbleibend stabil gesehen. Zu dieser Aussicht gelangte auch jenes Viertel der Unternehmen, das im Vorquartal noch eine günstigere Bewertung abgab. Somit erwarten 16 Prozent bis zum Jahresende eine günstigere Prognose. Diese stabile Perspektive bezieht sich auch auf die derzeitigen Auftragsbestände: Gaben zwar zuletzt 77 Prozent der befragten Unternehmen an, einen „guten“ Auftragsbestand zu verzeichnen, pendelten sich die aktuellen Aufträge zu den Werten am Anfang des Jahres ein: 60 Prozent „gut“, 40 Prozent „durchschnittlich“, 0 Prozent „schlecht“.

Fachkräftebedarf im Fokus
Auch wirkt die aktuelle Auftrags- und Produktionslage stabilisierend auf den zukünftigen Beschäftigungsstand ein. Unverändert zum Vorquartal werden zusätzliche Fachkräfte in den kommenden 3 Monaten zu zwei Drittel „gleichbleibend“ und zu einem Drittel „steigend“ benötigt. Kein Unternehmen sieht weiterhin einen abnehmenden Bedarf.

Auslandsaufträge stabil
In etwa gleich stabil stellt sich die Lage auch bei den Auslandsaufträgen dar: Die mit „schlecht“ angegebene Bewertung der letzten Quartale hat sich wieder auf das Vorjahresergebnis mit 6 Prozent eingependelt. Trotzdem: Für 60 Prozent der befragten Unternehmen ist die Auftragslage weiterhin „gut“, 34 Prozent bewerten die Auftragslage als „durchschnittlich“. Die derzeitige Ertragssituation wird weiterhin von rund der Hälfte der befragten Unternehmen als gut bewertet. Die Erwartungshaltung zu den Erträgen stieg sogar um 15 Prozentpunkte auf 36 Prozent. Für kein Unternehmen zeichnet sich ein schlechtes Bild, vielmehr sehen die anderen 64 Prozent eine gleichbleibende Ertragssituation.

Zuversichtlicher Blick in die Zukunft
Die anhaltende Stabilität lässt die Unternehmen weiterhin zuversichtlich in die Zukunft blicken: Nach der überdurchschnittlich als „steigend“ prognostizierten Produktionstätigkeit des letzten Quartals hat sich nun der Anteil der Unternehmen, die eine gleichbleibende Produktionskapazität in den nächsten 3 Monaten erwarten, auf über 62 Prozent verbreitert. Damit im Einklang sank zwar bei knapp 16 Prozent der befragten Unternehmen die im letzten Quartal sprunghaft angestiegene Auslastung auf nunmehr 35 Prozent. Aktuell bestätigen über die Hälfte der Unternehmer (54 Prozent) gleichzeitig mit ihren steigenden Produktionskapazitäten das Fundament eines starken Innovations- und Industriestandorts Salzburg.

An der von der GfK Austria durchgeführten Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung Salzburg haben sich 25 Betriebe mit 12.405 Beschäftigten beteiligt. Die Auswertung ist nach Beschäftigten gewichtet. Bei der Umfrage werden drei Antwortmöglichkeiten vorgelegt: positiv, neutral und negativ. An den Prozentanteilen der Antworten wird der konjunktursensible „Saldo“ aus den positiven und negativen Antworten unter Vernachlässigung der neutralen gebildet. Das Konjunkturbarometer wird aus dem Mittelwert der aktuellen Geschäftslage und der erwarteten Geschäftslage in sechs Monaten bestimmt.

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