Hervorragender Konjunkturverlauf: Volle Auftragsbücher und steigende Produktion

IV-Salzburg Präsident Peter Unterkofler: „Das Fundament für einen nachhaltigen Boom im Bundesland Salzburg ist gelegt. Darauf aufbauende Maßnahmen müssen sich im Regierungsprogramm der künftigen Landesregierung finden."

Positive Konjunktur nutzen

Das Stimmungshoch des vergangenen halben Jahres hat sich im ersten Quartal 2018 stabil gehalten. So geben weiterhin rund 70 Prozent der befragten Unternehmen an, aktuell eine gute Geschäftslage zu haben. Hervorzuheben ist die Aussicht auf eine günstige Geschäftslage in der nahen Zukunft: Diese stieg zum Vorquartal erfreulicherweise um 10 Prozentpunkte auf 42 Prozent; gleichzeitig sank der Ausblick auf eine ungünstigere Lage von 7 Prozent auf 4 Prozent. Lediglich zwei befragte Unternehmen aus den Branchen Maschinen und Metallwaren bzw. Chemische Industrie sehen jeweils aktuell bzw. in sechs Monaten eine schlechte Geschäftslage. „Jetzt gilt es, das Land Salzburg als Innovations- und Industriestandort in die Zukunft zu führen! Die anhaltende positive Konjunktur gilt es zu nutzen und konkrete Maßnahmen zu setzen. Einen Meilenstein sehen wir in der Einrichtung eines Industrie- und Innovationsressorts in der zukünftigen Landesregierung“, kommentiert IV-Salzburg Präsident Peter Unterkofler die jüngsten Konjunkturzahlen mit Blick auf die Zusammenarbeit der Industrie mit der künftigen Landesregierung. 

Auftragsbestände gehen weiter nach oben

Diese positive Perspektive bezieht sich auch auf die derzeitigen Auftragsbestände: Gaben Ende 2017 noch knapp 60 Prozent der befragten Unternehmen an, dass sie einen „guten“ Auftragsbestand zu verzeichnen hatten, so stieg nunmehr diese Zahl im 1. Quartal sogar auf 77 Prozent.

Erfreuliche Auswirkungen bei Beschäftigungsstand und Auslandsaufträgen

Auch hat die positiv stabile Auftrags- und Produktionslage eine sehr erfreuliche Auswirkung auf den zukünftigen Beschäftigungsstand. Zwar benötigen etwas weniger Unternehmen als noch im letzten Quartal 2017 zusätzliche Kräfte in den kommenden 3 Monaten, rechnet man doch jetzt vielmehr mit einem stabilen, gleichbleibenden Bedarf. Der Bedarf an Fachkräften hat für die Industrieunternehmen jedoch nach wie vor höchste Brisanz: „Mit konkreten Maßnahmen, etwa in der Durchlässigkeit des Bildungssystems und der Aufwertung der Lehre, müssen wir jetzt handeln“, so Peter Unterkofler. Eine höchsterfreuliche Entwicklung gab es im letzten Jahr: Heute sieht kein Unternehmen mehr einen abnehmenden Bedarf.

Auslandsaufträge und Ertragssituation

Positiv stellt sich die Lage auch bei den Auslandsaufträgen dar: Die mit „schlecht“ angegebene Bewertung der letzten Quartale hat sich aktuell bei 2 Prozent eingependelt. Für zwei Drittel der befragten Unternehmen ist die Auftragslage sogar „gut“.

Die derzeitige Ertragssituation wird weiterhin von rund der Hälfte der befragten Unternehmen als gut bewertet. Ebenso auf annähernd gleichem Niveau verblieb die Erwartungshaltung zu den Erträgen, nur für die beiden oben genannten Unternehmen zeichnet sich ein schlechteres Bild.

Zuversichtlich in die Zukunft

Die anhaltende Stabilität lässt die Unternehmen auch weiterhin zuversichtlich in die Zukunft blicken: Seit dem letzten Quartal hat sich der Anteil der Unternehmen, die eine abnehmende Produktionskapazität in den nächsten 3 Monaten erwartet, halbiert. Gleichzeitig stieg bei knapp einem Drittel die Auslastung sprunghaft an. „Über die Hälfte der Unternehmer bestätigen mit ihren steigenden Produktionskapazitäten das Fundament eines starken Innovations- und Industriestandorts Salzburg“, sagt IV-Salzburg Präsident Peter Unterkofler.

Befragungsmethode

An der von der GfK Austria durchgeführten Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung Salzburg haben sich 27 Betriebe mit 11.370 Beschäftigten beteiligt. Die Auswertung ist nach Beschäftigten gewichtet. Bei der Umfrage werden drei Antwortmöglichkeiten vorgelegt: positiv, neutral und negativ. An den Prozentanteilen der Antworten wird der konjunktursensible „Saldo“ aus den positiven und negativen Antworten unter Vernachlässigung der neutralen gebildet. Das Konjunkturbarometer wird aus dem Mittelwert der aktuellen Geschäftslage und der erwarteten Geschäftslage in sechs Monaten bestimmt.

IV-IconInformationen zum Beitrag


Kontakt

Mag. (FH) Gertraud Eibl, MAS

Presse & Kommunikation, Industriellenvereinigung Salzburg

T +43 662 872 266 79
gertraud.eibl@iv.at



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