Unterkofler: „Industrie braucht Freihandelsabkommen“

Salzburgs Exportvolumen nach Nordamerika beträgt fast 2,3 Milliarden Euro. Zum Tag der Industrie fordert der Präsident der Industriellenvereinigung Salzburg ein Ende der Schwarzmalerei bei CETA und TTIP.

Dr. Peter Unterkofler

Salzburgs IV-Präsident Peter Unterkofler fordert anlässlich des morgen, Donnerstag, in Wien stattfindenden Tages der Industrie eine sachliche Diskussion rund um das bereits ausverhandelte Freihandelsabkommen CETA mit Kanada. „Eine starke, wettbewerbsfähige Industrie ist Basis für Wohlstand und Arbeitsplätze. Allein im Jahr 2014 investierte die Industrie in Salzburg fast eine halbe Milliarde Euro in Maschinen, Transportmittel, Gebäude und Geschäftsausstattung. Damit unsere Industrie leistungsfähig bleibt, braucht es fairen Freihandel, wie er durch CETA und TTIP garantiert wird. Ohne diese Abkommen gerät Europa beim globalen Handel ins Abseits“, sagt Unterkofler. Die Welt drehe sich weiter, andere Länder würden bereits Handelsverträge mit den USA und Kanada abschließen. Gibt es keinen Handelsvertrag der EU mit Kanada, müssten österreichische Unternehmen Zölle abführen, während etwa japanische Unternehmen nach Ratifizierung des entsprechenden Abkommens davon befreit wären. Für heimische Betriebe entstünden massive Nachteile.

Salzburger Unternehmen lieferten im Vorjahr Waren und Dienstleistungen im Wert von über 2,1 Milliarden Euro in die USA. Das Exportvolumen nach Kanada beträgt 162 Millionen Euro. Die USA nehmen damit in der Exportstatistik Platz zwei hinter Deutschland ein, Kanada ist 14. „Das Abkommen mit Kanada ist sechs Jahre lang verhandelt und ein Jahr nachverhandelt worden, jeweils mit Zustimmung Österreichs. Wir sollten nicht auf die Chancen verzichten, die CETA bietet“, fordert Unterkofler. In Österreich ist jeder zweite Arbeitsplatz direkt oder indirekt vom Export abhängig.

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