IV-Salzburg Präsident Unterkofler: Sozialversicherungen brauchen Verschlankung

IV-Salzburg Präsident Peter Unterkofler spricht sich für eine Qualitätssteigerung und Vereinfachung der Sozialversicherungen aus: „Für ein leistungsfähiges und bürgernahes System brauchen wir in Österreich schlankere und effizientere Rahmenbedingungen. Deshalb unterstützen wir die von der Bundesregierung angekündigte Reform der Sozialversicherungen hin zu einem modernen System“, so der IV-Salzburg Präsident.

IV-Salzburg Präsident Peter Unterkofler: Wir brauchen eine leistungsfähige und bürgernahe Sozialversicherung.

Um für die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen gerüstet zu sein, plädiert Unterkofler für eine Reduktion von aktuell 21 auf fünf Träger. Mehr als 1000 Funktionen in der Selbstverwaltung und eine unklare Aufgabenteilung zwischen dem Verwaltungskörper und dem Management würden das System aktuell in seiner Leistungsfähigkeit hindern. „Deshalb sprechen wir uns für eine Neuverteilung der Kompetenzen in den Kassen aus. Dies muss sich auch in einer 50:50-Gewichtung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern in den Gremien wiederspiegeln“, so der Peter Unterkofler.  Mehr als 1000 Funktionen in der Selbstverwaltung und eine unklare Aufgabenteilung zwischen dem Verwaltungskörper und dem Management würden das System außerdem in seiner Leistungsfähigkeit hindern.

IV-Position zur Reform der Sozialversicherungen: Nicht verharren, sondern verbessern!

In einer gemeinsamen Deklaration sprechen sich alle IV-Landespräsidenten gemeinsam mit dem Bundespräsidium der Industriellenvereinigung für die von der Bundesregierung angekündigte Reform der Sozialversicherung aus: „Als Unternehmer wissen wir, was es heißt, Verantwortung sowohl für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch für eine Organisation zu übernehmen. Diese Verantwortung ist ungleich größer, wenn es um den Schutz aller Österreicherinnen und Österreicher bei Krankheit, Unfall und im Alter geht“, heißt es in der gemeinsamen Position.

In fünf Schritten zu einer leistungsfähigen und bürgernahen Sozialversicherung

  1. Reduktion der SV-Träger von 21 auf max. fünf Träger: Der Mitteleinsatz kann dadurch optimiert werden; Doppel- und Mehrgleisigkeiten müssen ausgeschlossen werden.
  2. Zusammenlegung der neun Gebietskrankenkassen zu einer „Österreichischen Krankenkasse“: Für eine Verschlankung von Prozessen hin zu einem effizienten Gesamtsystem.
  3. Ausgewogene Vertretung von Dienstnehmern und Dienstgebern in den Gremien: Derzeit sind Dienstnehmervertreter mit 4/5 in Relation zu Dienstgebervertretern mit 1/5 in den Gebietskrankenkassen überrepräsentiert – und dies, obwohl die Beitragsfinanzierung zu annähernd gleichen Teilen erfolgt (Dienstgeber: 3,78 % und Dienstnehmer: 3,87 %).
  4. Modernisierung und Vereinfachung der Selbstverwaltung: Ein schlanker Verwaltungsrat soll sich auf strategische Entscheidungen und auf die Überwachung der Geschäftsführung konzentrieren.
  5. Entlastung durch Senkung der Lohnnebenkosten: Die im internationalen Vergleich hohen Lohnnebenkosten sind für Österreich ein Wettbewerbsnachteil – und damit ein Problem für den Beschäftigungsstandort.

Im Regierungsübereinkommen finden sich die zentralen IV-Forderungen zur Sozialversicherung, darunter die Reduktion der Sozialversicherungsträger, die partizipative Selbstverwaltung und die nachhaltige Reform der AUVA inklusive der Absenkung des Unfallversicherungsbeitrags auf 0,8 Prozent. IV-Salzburg Präsident Unterkofler: „Es braucht nun Weitsicht und Kraft zur Verbesserung für die Bürgerinnen und Bürger“.

Kontakt

Mag. (FH) Gertraud Eibl, MAS

Presse & Kommunikation, Industriellenvereinigung Salzburg

T +43 662 872 266 79
gertraud.eibl@iv.at


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