Volle Kraft voraus für die Salzburger Industrie

Beste Konjunkturumfrage seit 2019 – Vorkrisenniveau wird voraussichtlich bald erreicht - Beschäftigtenstand soll weiter steigen – Unterkofler sieht Signale, dass Krise überwunden ist – zugleich Warnung vor zusätzlicher Belastung der Industrie – Zukunftsprognose: stabil auf sehr hohem Niveau 

„Nach intensivem Wellengang während der Corona-Pandemie hat sich die raue See nun geglättet. Das Konjunkturbarometer zeigt seit Monaten ausschließlich eine positive Entwicklung“, freut sich Dr. Peter Unterkofler, Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Salzburg, über die einschlägigen Wirtschaftsindikatoren der aktuellen IV-Konjunkturumfrage. Mit dem Wert 48,5 ist das Barometer des Geschäftsklimas im Vergleich zum Vorquartal nochmals um mehr als 10 Punkte gestiegen (Q1/21: 38,1). Dieses Klima wurde durch den Mittelwert zwischen aktueller und der Geschäftslage in sechs Monaten errechnet. Im Bundesländervergleich ist Salzburg gemeinsam mit Oberösterreich und Tirol auch weiterhin in der Spitzengruppe.

„Wir müssen den Blick weiter nach vorne richten. Die Industrie fungiert auch in Krisenzeiten als Wellenbrecher und steuert die Wirtschafts- und Beschäftigungszahlen auf ruhiger Fahrt verlässlich in solide Gewässer,“ unterstreicht Unterkofler mit einem bildlichen Vergleich die Bedeutung der Salzburger Industrieunternehmen. „Offensichtlich kommen die Betriebe sogar unter den ausgesprochen schwierigen Bedingungen wie Rohstoffknappheit, Lieferschwierigkeiten und dem Fachkräftemangel besser zurecht als erwartet. Selbstverständlich arbeiten wir als IV-Salzburg gemeinsam mit der Politik und den Unternehmen intensiv daran, die Hürden zu meistern“, erklärt Unterkofler abschließend.

Die Ergebnisse im Detail

Im zweiten Quartal 2021 bewerten fast alle befragten Unternehmen die aktuelle Geschäftslage entweder als „gut bzw. steigend“ oder mit „durchschnittlich bzw. gleichbleibend“ und nur 4% als „schlechter“. Diese Situation spiegelt sich auch beim Ausblick auf die Geschäftslage in den nächsten sechs Monaten wider: Aktuell sieht kein Unternehmen ungünstigeren Zeiten entgegen. Ebenfalls fast alle Unternehmen bezeichnen die derzeitigen Auftragsbestände sowie die aktuelle Auslandsauftragslage als „gleichbleibend“ bzw. bewerten sogar mit „steigend“. Dieser Ausblick auf die nächsten Monate versprüht weiterhin Optimismus, alle zehn Parameter liegen im positiven Bereich. Mittlerweile benötigen fast 70% der befragten Unternehmen neue MitarbeiterInnen, die anderen werden ihren aktuellen Beschäftigungsstand halten. Kein Unternehmen wird Stellen abbauen, so der Stand Mitte Juni 2021.

Der Anteil der Betriebe, die im ersten Quartal 2021 ihre Ertragssituation als „gut“ bewerteten, zog in diesem Quartal nochmals massiv auf 73% an (Vorquartal 39%), während 10% der befragten Unternehmen hier „schlecht“ angegeben. Nur 2% der Unternehmen rechnen mit Einbußen (Vorquartal 4%); der Ausblick auf gleichbleibende bzw. bessere Zeiten überwiegt somit äußerst stark. Auch die Produktionstätigkeit sowie Produktionskapazitäten in der Dreimonatsvorschau steigen weiter: Fast alle Unternehmen sehen aktuell einer stabilen Zukunft entgegen, mehr als die Hälfte sieht sogar „steigende“ Kapazitäten.

Zur Befragungsmethode: An der Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung Salzburg haben sich 21 Betriebe mit 12.707 Beschäftigten beteiligt. Die Auswertung ist nach Beschäftigten gewichtet. Bei der Umfrage werden drei Antwortmöglichkeiten vorgelegt: positiv, neutral und negativ. An den Prozentanteilen der Antworten wird der konjunktursensible „Saldo“ aus den positiven und negativen Antworten unter Vernachlässigung der neutralen gebildet. Das Konjunkturbarometer wird aus dem Mittelwert der aktuellen Geschäftslage und der erwarteten Geschäftslage in sechs Monaten bestimmt.

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