Meister vs. Master: Bundestagung der Jungen Industrie in Salzburg

Vom 05.10. bis 07.10. tagte die Junge Industrie (JI) in Salzburg. 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen aus allen Landesgruppen zusammen. Die Highlights der Tagung: Diskussionen im Boxring um Meister und Master und ein Boxkampf der Profis. Mit der Bundestagung erfolgte die Übergabe des JI-Bundesvorsitzes von Therese Niss an den Salzburger Andreas Wimmer.

Mit geballter Kraft bei der Bundestagung 2017 in Salzburg: Die Junge Industrie (JI)

Ein klares Unentschieden gab es bei einem fairen Boxkampf im Meister vs. Master-Boxring, den die Junge Industrie in der VTG Veranstaltungshalle in Großgmain präsentierte. Der Boxkampf junger Profis endete mit einem Shake-Hands. Ebenso die Diskussions-Duelle, denen sich Vertreter aus Schule, Lehre und Industrie stellten. Fazit der Duelle: unsere Arbeitswelt von morgen braucht sowohl den Meister als auch den Master.

Wichtigste Ressource: Wissen

IV-Salzburg-Präsident Peter Unterkofler betonte in seiner Begrüßungsrede: „Unsere Arbeitswelt wandelt sich grundlegend. Um die Herausforderungen zu meistern, brauchen wir eine zukunftsfähige Bildungsinfrastruktur. Unsere Top-Ressource ist das Know-how unserer Gesellschaft. Jede Investition in die Bildung der Kinder und Jugendlichen ist eine Investition in unsere Zukunft“, so Unterkofler. Über Grundlagenwissen und Praxisorientierung diskutierten Maximilian Aichinger, AHS-Landesschulsprecher, und Alexander Wagner, Werkmeister und ehemaliger Lehrling bei W&H Dentalwerk.

Arbeitswelt der Zukunft

Dass die Jobs der Zukunft sowohl Fachkräfte mit akademischer als auch beruflicher Bildung erfordern, bekräftigte AMS-Vorstand Johannes Kopf. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, gäbe es mehr Möglichkeiten als weitläufig bekannt: „Das Modell Lehre mit Matura zeigt bereits Erfolg. Potenzial und Informationsbedarf gibt es für die Lehre nach der Matura“, sagte Kopf. Arbeitsmarktpolitisch sei es wichtig, Lernfähigkeit und Lernbereitschaft in allen Bildungssektoren und Altersstufen zu fördern. „Denn wir wissen zwar, was wir mittelfristig für unsere Wirtschaft und Gesellschaft brauchen. Langfristig wissen wir nur, dass vernetztes Denken gefragt ist“, so der AMS-Vorstand. Gerhard Blechinger, Rektor der FH Salzburg, begründete das Erfolgsmodell der Fachhochschulen durch das Zusammenspiel von Theorie und Praxis, von Lehre und Industrie. Die Nachfrage der Unternehmen nach FH-Absolventen, v.a. im MINT-Bereich, würde dies belegen.

Starke Worte im historischen Ambiente

Zwischen dem Auftakt am 05. und dem Ausklang am 07. Oktober spannte das Programm der JI-Bundestagung einen Bogen vom Besuch in Salzburger Leitbetrieben bis hin zum Rahmenprogramm an Traditionsorten der Landeshauptstadt. Beim Auftakt im Stiftskeller St. Peter sprach Bildungskritiker Andreas Salcher über Gewinner und Verlierer, über die Förderung von Talenten und den Mut zu einer Fehlerkultur. Salcher gab der Jungen Industrie Denkanstöße, was Bildung leisten muss, um Talente früh zu erkennen und zu fördern. „Wir müssen massiv in die Ausbildung unserer Lehrer investieren, denn beste Bildung ist nur mit den besten Lehrern möglich.“ Dass Neugier und Experimentierfreude ab dem sechsten Lebensjahr abnehmen und Schüler den Mut zum Fragenstellen verlieren, sei ein Warnsignal. Salcher appellierte in seiner Keynote an den Mut, neue Wege zu beschreiten und mit Bildungstraditionen zu brechen.

Zu Besuch in Salzburger Leitbetrieben

Von der Palfinger World bis hin zur Stiegl Brauwelt: Beide Salzburger Leitbetriebe boten der Jungen Industrie ein beeindruckendes Rahmenprogramm. Beim Besuch in der Palfinger World in Lengau ging es in den 3D-Erlebnisraum und in die Produktion. Bei Stiegl klang der zweite Abend nach einer Führung durch die Brauwelt kulinarisch aus.

Salzburger übernimmt JI-Bundesvorsitz

Nach acht Jahren Bundesvorsitz der Jungen Industrie übergab Therese Niss (Mitterbauer Beteiligungs-AG) an Andreas Wimmer (Wimmer Hartstahl GmbH & Co KG). „Seid weiterhin ein Stachel“: diese Botschaft gab Niss ihrem Nachfolger Andreas Wimmer mit auf den Weg. Auch IV-Generalsekretär Christoph Neumayer appellierte an die JI, ungemütlich und konstruktiv zu bleiben. Mit dem Salzburger Andreas Wimmer beginnt eine neue Periode der Jungen Industrie. „Als Bundesvorsitzender der Jungen Industrie schätze ich die Möglichkeiten zur Kontroverse und zur Fehlerkultur“, so Wimmer. Er freut sich auf seinen Vorsitz in einem bewährten Team mit JI-Bundesgeschäftsführer Martin Amor.

Junge Industrie: ein starkes Netzwerk 

Die Junge Industrie (JI) ist die Nachwuchsorganisation der Industriellenvereinigung (IV). Die JI steht für Leistungsorientierung, Selbstverantwortung und Überparteilichkeit. Die JI versteht sich als Netzwerk junger, kritischer Führungskräfte. Mitglieder werden vor allem durch die Landesgruppen der JI betreut, gemeinsame Veranstaltungen dienen der Vernetzung untereinander. Die JI ist auch politisch aktiv: In diesem Sinne gestalten die Mitglieder die Zukunft in allen Bereichen mit und entwickeln innovative, lösungsorientierte Ansätze. Die Aktivität der JI ist nicht auf Wahlzyklen, sondern auf eine langfristige, generationenübergreifende Perspektive ausgerichtet.

Bildergalerie
Unsere Bildergalerie ist ein Streifzug durch das Programm der JI-Bundestagung vom 05. bis zum 07. Oktober 2017 in Salzburg.

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Kontakt

Mag. (FH) Gertraud Eibl, MAS

Presse & Kommunikation, Industriellenvereinigung Salzburg

T  +43 662 872 266 79
E   gertraud.eibl@iv.at

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