Feel digital: Wenn die Unternehmensstrategie zur Zukunftsreise wird

Vom klassischen Energieerzeuger zum modernen Technologieunternehmen: Die Salzburg AG setzt auf Innovation und Digitalisierung. Am 17. Oktober 2018 fand der zweite Innovation Summit statt, der Teil eines mit fünf Säulen gestarteten Innovationsprogrammes ist. „Salzburg 2030 – Wie wir in Zukunft leben, arbeiten und uns fortbewegen“, so das Motto der hochkarätigen Veranstaltung.

v.l.n.r.: Hugo Rohner (SKIDATA), Christiane Varga (Expertin für neue Arbeitswelt), Zukunftsforscher Lars Thomsen, Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Salzburg AG-Vorstandssprecher Leonhard Schitter, Sebastian Schlund (Experte für Industrie 4.0), Salzburg A

Mit neuen Produktwelten, digitalen Touchpoints, einer eigenen Innovationsplattform, der Innovation Challenge und dem alle zwei Jahre stattfindenden Innovation Summit hat die Salzburg AG vor zwei Jahren das unternehmenseigene Innovationsprogramm „Feel Digital“ gestartet. Zusätzlich zum Kerngeschäft Energie bietet das Unternehmen vermehrt digitale Produkte und Services an: Ein ausgebauter Telekom-Bereich, Smart Home- und Cloud-Lösungen untermauern den Anspruch „Feel digital“. Leonhard Schitter, Vorstandssprecher der Salzburg AG, berichtete im Rahmen des Summits sowohl über die visionäre Unternehmensstrategie als auch konkrete Schritte dorthin: „Der Kunde will neben einem klassischen Energieversorger einen Partner, der von smarten Technologien bis hin zur E-Mobilität Lösungen aus einer Hand liefert“, so Schitter. Dazu gehöre auch der Ausbau der Infrastruktur inklusive des Breitbandnetzes, das im Land Salzburg eine Kapazität von 1 GB pro Sekunde erreichen wird: Bis 2030 sollen insgesamt 250 Millionen Euro investiert werden.

Tipping Point: Wenn die Idee aufgeht
Welche Innovationen den Durchbruch schaffen und welchen Einfluss gesellschaftliche Dynamiken darauf haben, erläuterte Keynote-Speaker Lars Thomsen. Während neue Entwicklungen zunächst meist langsam in Fahrt kämen, würden die zukunftsträchtigsten ab dem sogenannten „Tipping Point“ eine ungeheure Dynamik entwickeln. Für Mobilität auf Knopfdruck sehen die Trendforscher den Tipping Point im Jahr 2024. Durch das autonome Fahren würden gravierende Veränderungen auf die Gesellschaft zukommen. Künstliche Intelligenz (KI) werde diverse Lebensbereiche erfassen und zum global umspannenden digitalen Nervensystem werden. Mit KI würde auch der Begriff „Arbeit“ neu definiert werden: vom klassischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverständnis hin zu Wertegemeinschaften, unterstützt von Robotern.

Salzburg: Sichtbar auf der Weltkarte
Die Megatrends der Zukunft beschäftigen auch die Akteure im Bundesland Salzburg: Landeshauptmann Wilfried Haslauer sprach in seiner Eröffnungsrede beim Innovation Summit über die gesellschaftspolitischen Herausforderungen der Digitalisierung und skizzierte diese anhand der Strategien der Landesregierung, allen voran die IKT-Strategie. Im Bereich Bildung etwa werde das Ziel eines Education Technology Hubs verfolgt, die MINT-Offensive Salzburg, das Digitale Transferzentrum und die wachsende Anzahl an Spürnasenecken würden als Bausteine zum großen Ganzen beitragen. „Unser Ansporn ist es, Salzburg sichtbar auf der Landkarte zu machen“, so der Landeshauptmann. Eine Podiumsdiskussion umfasste schließlich diverse Aspekte des digitalen Transfers. Neben den Salzburg AG-Vorständen Leonhard Schitter und Horst Ebner nahmen Keynote Speaker Lars Thomsen, Christine Varga, Expertin für neue Lebens- und Arbeitswelten, Sebastian Schlund, Experte für Industrie 4.0 und Skidata Vorstand Hugo Rohner teil.

IV-IconPOSITIONEN

Das Magazin der Industrie.
Hier lesen Sie die aktuelle Ausgabe.

Neueste Ausgabe lesen

IV-IconPOSITIONEN

Das Magazin der Industrie.
Hier lesen Sie die aktuelle Ausgabe.

Neueste Ausgabe lesen
iv-positionen Bild