Gute Vorbereitung auf Blackouts

In einem speziellen Workshop wurden Industrieunternehmen auf einen längeren Stromausfall vorbereitet.

Was passiert in einem Unternehmen, wenn der Strom großflächig ausfällt? Mit der Energieversorgung fallen auch alle stromabhängigen Infrastrukturen aus. In einem Workshop mit Herbert Saurugg, MSC, Initiator der zivilgesellschaftlichen Initiative „Plötzlich Blackout“ erarbeiteten Salzburger IV-Mitgliedsunternehmen wesentliche Frage- und Problemstellungen eines Strom-Blackout-Szenarios. Einig waren sich Experten und Unternehmensvertreter im Workshop, dass die Gefahr eines Blackouts aufgrund der zunehmenden Überlastung des Stromnetzes zunimmt und der geplante Ausbau der Energieinfrastruktur nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden darf.

Was hängt am Strom?
Schon ein normaler Haushalt hat bei einem längeren Stromausfall mit Problemen zu kämpfen. In einem produzierenden Unternehmen vervielfachen sich die potenziellen Gefahren. Maschinen, Wasserversorgung, Heizung, Kühlung, Abluft, Schutzvorkehrungen für Mensch und Umwelt, Kanalisation, elektronische Systeme und vieles mehr können bei tagelangen Stromausfällen nicht oder kaum in Betrieb gehalten werden. Nur wenige Unternehmen sind für Stromausfälle gerüstet, die länger als 24 Stunden dauern und alleine die Wiederherstellung der Stromversorgung nach einem Ausfall im gesamten Bundesland dauert 14 Stunden, auch wenn der Netzbetreiber regelmäßig die Vorgehensweise bei Stromausfällen in detaillierten Simulationen trainiert.

Krisenpläne verringern Schäden
Die beste Vorbereitung auf ein Krisenszenario wie ein Blackout ist ein Krisenplan. „Jeder Beteiligte muss genau wissen, was er wann tut, wenn der Strom ausfällt“, betonte Experte Herbert Saurugg. „Die Mitarbeiter müssen detailliert über das Verhalten bei Stromausfällen informiert werden, damit sie im Ernstfall das Richtige tun“ sagte Saurugg. Besonders wichtig sei es für Unternehmen, ein Blackout zu simulieren, also den Betrieb bewusst vom Stromnetz zu nehmen, um so mögliche Gefahrenquellen zu orten und entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen, betonte der Experte. 

Im Workshop diskutierten die Unternehmensvertreter deshalb die Situation in den einzelnen Unternehmen. Auf Basis dieser umfangreichen Informationen erarbeitete Herbert Saurugg einen Leitfäden für das Verhalten bei Blackouts. Diesen Leitfaden finden Sie am rechten Bildschrimrand zum Download.


Mehr Informationen: Mag. Corinna Gappmaier, c.gappmaier@iv-net.at oder 0662 872266-76

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