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Energie trägt uns bis zum Mond

Die ersten Öffnungsschritte erlaubten Anfang Juni wieder Präsenztreffen. In der Porsche Mooncity in der Sterneckstraße tagte zunächst der Infrastruktur- und Mobilitätsausschusses zur Elektromobilität in der Praxis. Und anschließend trafen sich die Bildungseinrichtungen zum MINT-Gütesiegelnetzwerktreffen. 

Den Kern der Mooncity bildet eine faszinierende Erlebniswelt mit den Schwerpunkten Elektromobilität und Mobilitätsformen der Zukunft. Bei einem Besuch kann spielerisch die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft der Mobilität entdeckt werden.  

Im Winter sinkt die Reichweite von E-Autos.

Der Titel dieses Infrastruktur- und Mobilitätsausschusses mochte zunächst verwirrend klingen, doch die Aussage stimmt. Die Reichweite hängt jedoch stark vom Fahrverhalten und den Bedingungen der Fahrbahn ab. Die Umfeldbedingungen für elektrische Mobilität jedenfalls werden sich in absehbarer Zeit ändern und massiv in unsere Lebenssituationen einwirken: Ladestationen werden in neuen Häusern standardmäßig installiert sein, und Tankstellen wandeln sich zu Ladestellen. Kurz: Das elektrische Laden eines Autos wird immer mehr zum Massenprodukt. 

Wovon Reichweite von E-Fahrzeugen abhängt, wer, wann wie viel Zeit zum E-Laden benötigt und welche Technologien langfristig erfolgreich sein werden sind heute noch offene Fragen,. Antworten zu den Möglichkeiten und zukünftigen Szenarien erhielten wir von Experten, Nutzern und beim Kennenlernen der Mooncity, jenem neuen und spannenden Kompetenzzentrum für „Neue und Elektrische Mobilität“. 

Das Innenleben einer Batterie

Einblicke in das technische Innere gewährte der Werkstatt-Bereich der Mooncity. Hier werden Reparatur-Lösungen an Hochvoltbatterien im Sinne der Nachhaltigkeit entwickelt und Konzepte für ein "Second Life" von Hochvoltbatterien ausgearbeitet. In diesem österreichweit agierenden Reparaturzentrum werden auch wertvolle Erfahrungen für die Ausbildung des Werkstattnetzes gesammelt. 

MINT-Mond-Mission 

Eine sichtlich gut gelaunte Runde aus Pädagoginnen und Pädagogen aus dem Kreis der Salzburger MINT- Gütesiegel-Bildungseinrichtungen erkundete die Porsche Mooncity. Bildungsdirektor Rudolf Mair hatte die Veranstaltung im Vorfeld ausdrücklich befürwortet und ließ es ich nicht nehmen auch selbst dabei zu sein.  

Die Gäste starteten ihre individuelle „Mond-Mission“ und konnten selbst entdecken und ausprobieren. Fragen wie: „Wieviel Energie kann ich beim Energy-Jump auf dem Mond erzeugen?“ oder „Wie hoch ist mein eigener Energieverbrauch und kann ich ihn zu 100% mit nachhaltiger Energie decken?“ waren ebenso spannend wie die Besichtigung der neuesten Generation von E-Autos und der hauseigenen Reparatur-Werkstatt. 

Anschließend brachte IV-GF Irene Schulte die Runde auf den neuesten Stand in Sachen MINT. Die MINT-Gütesiegel-Community wächst stetig weiter, in Salzburg gibt es derzeit bereits 62 MINT-Gütesiegel-Einrichtungen (Österreichweit rund 450), allein heuer wurden 9 neue und 12 Wiedereinreicher mit dem MINT-Gütesiegel belohnt. Herzlichen Glückwunsch an alle! 

Bildungsdirektor Mair bezeichnete MINT in seiner Begrüßung als „Sprache der Naturwissenschaften“ und informierte darüber, dass mit dem Schuljahr 2022/2023 der MINT-Schwerpunkt in den Mittelschulen umgesetzt wird. 


Der Infrastrukturausschuss bei der Führung durch die E-Reparatur-Werkstatt.
Foto: IV-Salzburg/Kuttner