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Am Zug der Zeit

Mit dem Ziel, den Güterverkehr in Salzburg stärker auf die Schiene zu bringen, trafen sich Verkehrslandesrat Stefan Schnöll und ÖBB-CEO Andreas Matthä mit den Mitgliedern der IV-Salzburg Ende März zu einem offenen Dialog. Erörtert wurden die aktuelle Marktsituation, die Gründe für Logistik-Entscheidungen sowie Gründe für den Umstieg bzw. Nicht-Umstieg auf die Schiene.

Viele Unternehmen stehen bei Logistik und Transport ihrer Güter im Spannungsverhältnis von Kostendruck versus umweltschonender Bahngüterverbringung. Die Nutzung von Gleisanschlüssen könnte von strategischem Vorteil sein, doch dieser Abwicklung des Gütertransports stehen diverse Anstrengungen - Stichwort Instandhaltung bzw. Waggonauslastung- entgegen. 

Höchste Eisenbahn für Eisenbahnen

Mit Hochleistungsstrecke, Anschlussbahnen und S-LINK gibt es dringend notwendige Infrastrukturprojekte, die Salzburg klimafit machen sollen und daher keine weitere Verzögerung dulden. Hier wird nicht nur CO2-neutrale Mobilität gefördert, sondern auch der Wechsel der steigenden Gütertransporte auf die Schiene unterstützt. Aktuell sind wir leider mit der Situation konfrontiert, dass der Bahnanteil im Landgüterverkehr von 33 % (2010) auf nur mehr 28 % (2020) gesunken ist. 

Mehr Güter auf die Schiene

Mit der erfolgreichen Einzelwagenförderung und jener für die Anschlussbahnen unterstützt das Land seit 2019 die Salzburger Unternehmen, um den Güterverkehr auf die Schiene zu bringen. Damit sind wir Vorreiter in Österreich. Für die aktuelle Förderperiode stehen zwei Millionen Euro zur Verfügung. Außerdem wurden im Laufe des Abends Pläne für eine Güter-Pilotregion Salzburg geschmiedet und die brandneue „Verladeförderung“ vorgestellt: Diese können ab Herbst auch Unternehmen in Anspruch nehmen, die über kein eigenes Anschlussgleis verfügen, aber trotzdem Einzelwagen über allgemeine Ladegleise oder andere Anschlussgleise abtransportieren wollen.